Vor einigen Wochen bin ich am einem langweiligem Sonntag Vormittag auf der Suche nach einem spannendem Ort gewesen, zum Fotos machen. Dabei bin ich zufällig auf die Villa Schöning in Vlotho gestoßen, obwohl die Villa direkt an der Hauptstraße steht (etwas oberhalb) ist sie mir in den letzten Jahren nie aufgefallen. Ich habe dann noch etwas weiter über die Villa Schöning recherchiert, neben der Geschichte der Villa bin ich auch auf einen weiteren Namen gestoßen – „House of Pain“ – Haus der Schmerzen. Weil ich neugierig war, bin ich dann nachmittags nach Vlotho gefahren, habe aber nur von der Strasse aus geschaut. Vielleicht gibt es zu einem späteren Zeitpunkt mal Bilder.

Grusel-Geschichten

Zur Villa Schöning findet man die gruseligsten Geschichten. Angefangen von Augen die einen aus dem Giebelfenster beobachten über blutbeschmierte Wände oder einen Vater der seine Kinder in den Wänden eingemauert hat. Wenn man Quellen glaubt die etwas glaubwürdiger sind, handelt es sich dabei aber um reine Phantersiegeschichten. Gerade unter Jugendlichen scheint das House of Pain besonders interessant zu sein.

Geschichte der Villa Schöning

Gebaut wurde die Villa 1898 von dem Herforder Architekten Köster für den Zigarren Fabrikanten Wilhelm Schöning. Die Villa befindet sich am Hang des Amthausberges mit direktem Blick auf die Weser. Besonders auffällig ist die beeindruckende Fasade und die Lage der Villa. Als Wilhelm Schöning 1924 verstab, erbte sein Sohn Julius Schöning die Villa und renovierte diese im Jahr 1925/1926.

Bis zum Kriegsende 1945 wohnte er mit seiner Familie in der Villa, wurde dann aber von den einmaschierenden Amerikanern aus dem Haus vertrieben. 1950 verließ das Englische „Rote Kreuz“ als letztes die Villa Schöning. 1952 verkaufte Julius Schöning die Villa an den Kreis Herford. Nach einer baulichen Erweiterung der Villa diente sie als Altenheim „Schönblick“. Nachdem mehrfach die Träger gewechselt hatten, wurde der Betrieb 1982 eingestellt. Der Berliner Alois Heim kaufte die Villa Schöning 1988 und wollte sie als Alterssitz nutzen. Mehrfache Instandsetzungsversuche fielen jedoch immer wieder Vandalismus zum Opfer und so verwarf er seine Vorhaben.

Seitdem steht die Villa in Vlotho leer und wird scheinbar für schwarze Messen und dergleichen genutzt. Mehrere Brände sowie der Vandalismus haben der Villa stark zugesetzt. Nachdem die Bild Zeitung unter dem Titel „Die Grusel-Villa von Vlotho“ berichtet hat, dürfte sie wohl jedem bekannt sein.

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