Ein Spieler wirft einem Gegenspieler eine Porzellan-Tasse so stark an den Kopf, dass Dieser ins Krankenhaus eingeliefert werden muss und operiert werden muss! Bei Vorfällen wie diese beim Spitzenspiel der Kreisliga C im Kreis Minden zwischen dem Tabellenführer TuS Holzhausen/Porta II und dem drittplatzierten TuSpo Meißen vorgefallen sind, muss man sich doch wirklich die Frage stellen, was das Alles noch mit Fußball zu tun hat. Das Mindener Tageblatt berichtete hier und hier.

Das grade in Spitzenspielen eine gewisse Spannung vorhanden ist, ist ja durchaus normal. Dennoch finde ich hat körperliche Gewalt nichts auf oder an dem Sportplatz verloren. Ebenso wenig wie verbale Beleidigungen gegen Spieler oder den Unparteiischen.

In dem obigen Fall kann man nur hoffen, dass die Kreisspruchkammer hart durchgreift und solche Spieler aus dem Spielbetrieb entfernt.

Einen weiteren Fall, den ich persönlich schon recht extrem finde, habe ich vor kurzem bei einem B-Junioren Spiel in Löhne erlebt. Hier wurde der Schiedsrichter von Auswechselspielern der Heimmannschaft aufs übelste beschimpft. Dabei vielen Sprüche wie „asozialer Penner“ und „der sieht schon aus wie ein Arbeitsloser“, den Rest will ich hier jetzt garnicht wiederholen. Weder der Trainer noch die teilweise danebenstehenden Eltern ermahnten den Nachwuchs auch nur im Geringesten. Ehr im Gegenteil – sie machten mit!

Aus meiner eigenen Schiedsrichter-Laufbahn weiß ich, dass man sich ziemlich viel als Schiedsrichter gefallen lässt und es einfach überhört. Nur irgendwo ist immer eine Grenze. In diesem Fall wäre sie für mich als Unparteiischer definitiv erreicht gewesen. Und wenn Trainer, Eltern und Spieler immer alles besser gesehen haben und Alles besser machen würden, sollten sich Diese einfach mal für den nächsten Schiedrichter-Anwärterlehrgang anmelden und dann selbst Spiele leiten. Ich denke dann würde Einigen schnell bewusst werden, dass es nciht immer alles so einfach zu entscheiden ist und das einem auch Fehler unterlaufen können. Schließlich mault ein Schiedsrichter auch nicht die Spieler an, wenn diese einen Fehlpass nach dem nächsten spielen oder aber andauernd das Tor nicht treffen. (Wobei das sicher mal eine lustige Situation wäre 😉 ).

Vielleicht wäre ein Streik der Unparteiischen mal angebracht, dass die aktiven Fußballer mal sehen würden, wie es ohne Schiedsrichter abläuft bzw. wenn die Spiele von Eltern oder Betreuern geleitet werden müssten.